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15.02.17

DBMS DESIGNER TALK: MARJANA VON BERLEPSCH

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Dass Mode einen hohen Stellenwert in Deinem Leben hat, ist unverkennbar. Du hast lange als Moderedakteurin, sowohl für die deutsche als auch für die spanische Vogue gearbeitet. Darauf folgten zwölf Jahre als freie Stylistin für die unterschiedlichsten Magazine, bis Du Dich 2003 mit deinem eigenen Label selbstständig gemacht hast. War das schon immer dein Traum?

Mein Traum war es, ein eigenes Produkt in den Händen halten zu können mit dem ich zuallererst mein unmittelbares Umfeld begeistern kann. Dass sich daraus ein Modelabel entwickeln würde – das war dann wirklich ein Traum, da ich nicht aktiv entschieden habe Designerin zu werden. Meine Erfahrungen innerhalb von Redaktionen, beispielsweise bei der Vogue, haben mir jedoch gezeigt, wie es funktionieren kann.

 

War es Dir seit jeher wichtig Deine eigenen Ideen umzusetzen?

Ich habe schon immer an eigenen Themen gearbeitet. Als Stylistin habe ich seit jeher versucht meinen eigenen Stil zu vermitteln.

 

Anfangs hast du einzelne Stücke ausschließlich für Dich und Deine Freundinnen angefertigt. Was hat Dich dazu bewegt oder ermutigt den finalen Schritt zu wagen und Dich ausschließlich auf den Beruf der Schmuckdesignerin zu fokussieren?

Mir war klar, dass Kollektionen entstehen müssen, die sich abwechseln, um neue Impulse zu geben. Inzwischen habe ich aber Klassiker geschaffen, die aus meinem Sortiment nicht mehr wegzudenken sind. Beispielsweise das „Mogul“ Armband.

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Du hast den Durchbruch als Designerin ohne fremde Hilfe geschafft, ohne Gelder von Investoren. Was ist das für ein Gefühl?

Das ist ein ausgesprochen gutes Gefühl – keine Abhängigkeit! Ich bin mein eigener Herr und kann alles so machen, wie ich es gerne möchte. Dafür bin ich dankbar.

 

Erinnerst Du Dich noch an Dein erstes selbstentworfenes Schmuckstück?

Auf jeden Fall. Es war eine sehr lange Edelsteinkette in bunten Farben mit chinesischen Anhängern – damals ein absolutes Must-have.

 

Der interessante und oft ungewöhnliche Materialmix macht Deine Stücke so ausdrucksstark. Woher genau beziehst Du Deine Materialien?

Meine Materialien kommen aus vielen unterschiedlichen Ländern. Vor allem bin ich aber in Indien unterwegs. Das Land inspiriert mich zum einen ungemein, zum anderen konnte ich dort viel lernen. Vorrangig bestehen meine Stücke aus Horn, Leder, Edelsteines und feinstem Gold und Silber.

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Durch Deinen Beruf bist Du wahnsinnig viel gereist. Ist es das Reisen, was Dich besonders inspiriert oder inspiriert Dich deine Wahlheimat Hamburg teilweise ebenso?

Die Reisen haben mich sehr inspiriert. Inzwischen habe ich aber gelernt mich an allen Orten zurechtzufinden: Eindrücke zu sammeln, Menschen zu treffen und einfach aufmerksam durch die Welt zu gehen.

 

Deine Produktpalette umfasst vor allem Schmuck, darunter Armbänder, Ketten, Ringe und Ohrringe, mittlerweile auch Taschen und Schlüsselanhänger. Was könntest Du Dir noch vorstellen zu designen?

Ich habe noch so viele Ideen! Ich könnte mir vorstellen eine Home Collection zu entwerfen und natürlich würde mich ein eigener Duft sehr erfreuen!

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Photocredit: © Anatol Kotte (1) & © Bene Ochs (2, 3, 4)